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Juni 2014: Eiskogelhöhle

Eine bedeutende Eishöhle ist die Eiskogelhöhle (Katasternummer 1511/101, Länge 4.600m, Höhenunterschied 420m) im Tennengebirge auf einer Seehöhe von 2.100m. Der Gipfel des Eiskogel, in dessen Innern die Höhle liegt, erreicht eine Höhe von 2.321m und ist auch ein beliebtes Ziel für Schitouren. Die Eiskogelhöhle wird als Schauhöhle im Naturzustand bezeichnet und ist nur geführt begehbar. Führungen werden von Herbert Burian vom Salzburger Höhlenverein angeboten. 5 Mitglieder unseres Ausschusses beteiligten sich an dieser Vereinsfahrt die vom 30. Mai bis 1. Juni durchgeführt wurde. Die Anreise führte durch Tirol und über Salzburg nach Werfenweng. Der kleine Ort liegt rund 8km östlich von Werfen das als Ausgangspunkt zur Eisriesenwelt bekannt ist. Von Werfenweng, knapp 1000m hoch gelegen, stiegen wir am Freitag zur Heinrich-Hackelhütte auf. Diese kleine Alpenvereinshütte liegt sehr schön auf 1.530m und bietet ein tolle Sicht nach Süden in die Hohen Tauern mit zahlreichen Gipfeln über 3.000m, natürlich auch auf den Großglockner.


Gut verpflegt und untergebracht erwarteten wir am nächsten Morgen unseren Führer. Von der Hütte weg hatten wir noch einen Anstieg von 600 Höhenmeter bis zur Höhle. Der erste Teil führte vom Osteingang zuerst atwas ab- und aufsteigend zur Polyphemuspforte. Die einzige Stelle bei unserer Höhlentour wo wir auf die Knie mussten. Es folgte die Titanenhalle mit wirklich imposanten Ausmaßen. Über den Titanengang erreichten wir den im Westabschnitt gelegenen Eisteil. Hier hieß es die Steigeisen und Klettergurt mit Steigklemmen, etc. anzulegen. Im Eisteil wurden dann von unserem Führer die Abseilstellen eingerichtet. Über insgesamt drei Seilstrecken besichtigten wir die einzelnen Höhlenabschnitte mit den vielen beeindruckenden Eisfiguren. Von der Richterhalle aus gäbe es die Möglichkeit über den Westeingang ins Freie zu gelangen. Ein Eissee vor dem Ausgang verhinderte dies jedoch. Höhepunkt im Eisteil war die Halle der Circe. Teilweise mittels Magnesiumlicht ausgeleuchtet zeigten sich die Eisfiguren noch eindrucksvoller. Nach einem Aufenthalt von knapp sechs Stunden verließen wir die Höhle und stiegen wieder zur Heinrich-Hackelhütte ab. Am Sonntag früh war es Zeit Abschied zu nehmen und ins Tal abzusteigen. In der Nacht hatte es auf den Bergen etwas Neuschnee gegeben und bei Sonnenschein zeigte sich die Gebirgslandschaft von seiner schönsten Seite.

Bericht: Emil Büchele
Fotos: Paul Schmidinger

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